Ruine Wartau
Auf dem St. Martinshügel östlich des Dorfes Gretschins erhebt sich weithin sichtbar die Ruine der Höhenburg Wartau im St. Galler Rheintal.
Eine dendrochronologische Untersuchung erhaltener Holzreste datiert den Bau auf die Zeit um 1225. Als Erbauer gelten die Freiherren von Wildenberg, Nachfolger der mächtigen Freiherren von Sagogn aus Graubünden, die zuvor auch die Anlage Freudenberg bei Bad Ragaz errichtet hatten. Erstmals urkundlich fassbar wird die Feste im Jahr 1342.
Kern der Anlage ist ein wuchtiger Wohnturm, ein turmartiges Wohnhaus, das um 1400 mit Quadersteinen um ein Geschoss erhöht wurde. Eine Ringmauer folgt dem Felsrand und umschliesst den Hof, in dem sich Reste von Nebenbauten und eine Zisterne erhalten haben. Der ursprüngliche Hocheingang in der Westmauer, Kaminanlagen und eine in die Mauer eingelassene Abortnische zeugen noch heute vom einstigen Wohnkomfort der Burg.
Im Jahr 1517 gelangte Wartau an den eidgenössischen Stand Glarus, womit die Burg an Bedeutung verlor; um 1530 wurde sie verlassen und verfiel allmählich. 1911 kam die Ruine durch ein Vermächtnis aus dem Nachlass von Hermann Seifert an die Gemeinde Wartau. Eine erste Instandstellung erfolgte 1932, 1982 wurde das Mauerwerk umfassend saniert. Die Ruine ist heute frei zugänglich.
- um 1225 Bau der Höhenburg (dendrochronologisch datiert)
- 1342 Erste urkundliche Erwähnung als Feste Wartau
- um 1400 Wohnturm um ein Geschoss erhöht
- 1517 Übergang an den eidgenössischen Stand Glarus
- um 1530 Burg verlassen und dem Zerfall überlassen
- 1911 Vermächtnis Hermann Seifert an die Gemeinde Wartau
- 1932 / 1982 Restaurierung und umfassende Mauersanierung
Quellen: Wikipedia Verkehrsverein Wartau
Dieses Modell von Wartau ist per Drohnenscan entstanden. Dasselbe machen wir für Ihr Bauwerk – von der Vermessung bis zum gedruckten Modell.