Ruine Blatten
Die Burg Blatten erhebt sich auf dem östlichen Ausläufer des Blattenbergs, der als Querriegel das St. Galler Rheintal sperrt, südlich von Oberriet.
Bereits 1170 wird mit «Burkardus de Blattûn» und 1229 mit «Ulricus de Blattenn» ein gleichnamiges Geschlecht genannt. Die heutige Anlage liess Abt Berchtold von Falkenstein von St. Gallen um 1270 errichten, um den Reichshof Kriessern und den Besitz des Klosters gegen die Grafen von Montfort-Werdenberg zu schützen.
1277 verlieh der Abt die Burg an Ulrich von Ramschwag, dessen Familie sie über Generationen hielt. 1458 zwang eine Notlage die Brüder von Ramschwag zum Verkauf an den Konstanzer Bürger Jakob Mangold; 1486 gelangte die Anlage durch Abt Ulrich Rösch wieder an das Kloster St. Gallen. Bis 1798 diente Blatten als Verwaltungssitz für den Reichshof Kriessern.
Kern der Anlage war ein mächtiger Wohnturm von rund 12 × 12 Metern mit bis zu 2,5 Meter starken Mauern, umgeben von Ringmauer, Graben und einem Tor an der Südseite. 1799 wurde die Burg in den Kämpfen zwischen österreichischen und französischen Truppen in Brand geschossen; danach diente sie zeitweise als Steinbruch. Erhalten sind Teile des Turms, des Burgrings und der Gewölbekeller. Auf dem Keller steht heute ein Holzbau, der von April bis September vom Skiclub Oberriet als Schlosswirtschaft betrieben wird.
- 1170 Erste Nennung des Geschlechts «Burkardus de Blattûn»
- um 1270 Bau durch Abt Berchtold von Falkenstein von St. Gallen
- 1277 Verleihung an Ulrich von Ramschwag
- 1458 Verkauf an Jakob Mangold, Bürger von Konstanz
- 1486 Rückkauf durch Abt Ulrich Rösch für das Kloster St. Gallen
- 1799 Im Zweiten Koalitionskrieg in Brand geschossen
Quellen: Wikipedia Gemeinde Oberriet
Dieses Modell von Blatten ist per Drohnenscan entstanden. Dasselbe machen wir für Ihr Bauwerk – von der Vermessung bis zum gedruckten Modell.