Burg Oberwindegg
Die Burg Oberwindegg erhebt sich auf einem bewaldeten Bergvorsprung am Hirzli hoch über dem Dorf Niederurnen am Eingang ins Linthtal.
Errichtet wurde die Höhenburg vermutlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts; 1265 erscheint sie erstmals urkundlich. Bewohnt wurde sie von den Meiern von Windegg, die als Dienstleute (Ministerialen) des Klosters Säckingen auftraten.
Um 1288 verloren die Meier von Windegg das Meieramt über die Säckinger Güter an die Habsburger, die in der Folge auch die Burg selbst als Lehen erhielten. Da sich auf Oberwindegg keine Spuren einer Bautätigkeit oder Besiedlung nach 1300 nachweisen lassen, gilt die Anlage als früh aufgegeben. Der Chronist Aegidius Tschudi berichtet von einer Zerstörung durch die Glarner im Jahr 1386, verwechselte die verfallene Burg dabei aber wohl mit einer benachbarten Vorburg.
Von der mittelalterlichen Anlage erhalten sind vor allem Reste der mächtigen Schildmauer sowie ein Halsgraben; sie ist nicht zu verwechseln mit der tiefer gelegenen Burg Niederwindegg. 1876 erwarb der Tagwen Niederurnen den Burghügel, auf dem 1912/14 die neu gegründete Schlössli-Genossenschaft einen Turm im Stil der Burgenromantik mit Restaurant errichtete – keine mittelalterliche Bausubstanz. Das «Schlössli» ist heute ein geschütztes Kulturgut und Wahrzeichen des Dorfes.
- 13. Jh. Bau der Höhenburg über Niederurnen
- 1265 Erste urkundliche Erwähnung
- 1288 Meier von Windegg an Habsburg
- um 1300 Burg aufgegeben
- 1386 Zerstörung durch die Glarner (nach Aegidius Tschudi)
- 1912/14 Schlössli-Turm neu errichtet
Quellen: Schlössli-Verein Niederurnen
Dieses Modell von Oberwindegg ist per Drohnenscan entstanden. Dasselbe machen wir für Ihr Bauwerk – von der Vermessung bis zum gedruckten Modell.