Schloss Grynau
Am einst einzigen Linthübergang zwischen dem Uznacher Land und der March erhebt sich der Turm der Grynau weithin sichtbar über der Linthebene bei Uznach.
Zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichteten die Grafen von Rapperswil den Turm der Grynau. Als «Chrinecum» wurde die Anlage 1253 erstmals urkundlich fassbar; der mächtige, lange fälschlich für römisch gehaltene Turm sicherte als Teil einer Letzi – einer mittelalterlichen Talsperre – Brücke und Weg über den Fluss.
Nach dem Aussterben der Rapperswiler ging die Grynau über die Grafen von Habsburg-Laufenburg an die Grafen von Toggenburg und fiel 1437 an den Stand Schwyz. Über Jahrhunderte war der strategische Übergang Zollstation, Herrschaftssitz und Kriegsschauplatz – so bei der Schlacht von 1337 und in den Koalitionskriegen von 1799. Im 17. Jahrhundert wurde die Anlage umgebaut und 1675 die Schlosskapelle zu den 14 Nothelfern errichtet.
Der fünfgeschossige Turm misst rund 12,5 × 12,5 Meter und ruht auf bis zu 2,2 Meter dicken Mauern. Nachdem die 1848 abgeschafften Zolleinnahmen ihre Grundlage verloren hatten, erwarb die Familie Kälin die Liegenschaft und formte sie zum Landgasthof Schloss Grynau. Heute ist die «Schlossgruppe zwischen zwei Brücken» ein geschütztes Denkmal von nationaler Bedeutung und ein beliebtes Ausflugsziel mitten im Linthgebiet.
- um 1200 Bau des Turms durch die Grafen von Rapperswil
- 1253 Erste urkundliche Erwähnung als «Chrinecum»
- 1337 Schlacht bei der Grynau am Linthübergang
- um 1343 Übergang an die Grafen von Toggenburg
- 1437 Grynau kommt an den Stand Schwyz
- 1675 Bau der Schlosskapelle zu den 14 Nothelfern
- 1849–1879 Die Familie Kälin erwirbt die Anlage; Umbau zum Landgasthof
Quellen: Wikipedia schlossgrynau.ch
Dieses Modell von Grynau ist per Drohnenscan entstanden. Dasselbe machen wir für Ihr Bauwerk – von der Vermessung bis zum gedruckten Modell.