Schloss Marschlins

Schloss
Marschlins

Schloss Marschlins Luftaufnahme 1 links
Schloss Marschlins Luftaufnahme 1 rechts
Schloss Marschlins Luftaufnahme 2 links
Schloss Marschlins Luftaufnahme 2 rechts
Schloss Marschlins Luftaufnahme 3 links
Schloss Marschlins Luftaufnahme 3 rechts
Schloss Marschlins Luftaufnahme 4 links
Schloss Marschlins Luftaufnahme 4 rechts
Schloss Marschlins Luftaufnahme 5 links
Schloss Marschlins Luftaufnahme 5 rechts
Schloss Marschlins Luftaufnahme 6 links
Schloss Marschlins Luftaufnahme 6 rechts
Schloss Marschlins Luftaufnahme 7 links
Schloss Marschlins Luftaufnahme 7 rechts
Schloss Marschlins Luftaufnahme 8 links
Schloss Marschlins Luftaufnahme 8 rechts
TRULLI Schloss Marschlins trulli.ch

Das ehemalige Wasserschloss Marschlins liegt in der Ebene rund einen Kilometer nordöstlich von Igis in der Gemeinde Landquart.

Anreise mit Google Maps

Der Name geht auf den 1225 erstmals genannten Flurnamen «Marschanines» zurück, der sich vom lateinischen «marcidus» (sumpfiger Boden) herleitet. Die aussergewöhnliche Anlage ist eine bischöfliche Gründung und stammt vermutlich aus der Mitte des 13. Jahrhunderts; erstmals urkundlich fassbar wird sie 1324 als «castrum Marzhenins». Die rechteckige Anlage von rund 34 auf 39 Metern ist um einen Innenhof gruppiert, von vier runden Ecktürmen bewehrt und war einst von zwei wassergefüllten Gräben umgeben, die heute trocken liegen.

Nach wechselnden Herrschaften – unter anderem der Grafen von Toggenburg – und einem Brand im Jahr 1460 wurde die Burg durch Ulrich von Brandis wieder aufgebaut. Um 1635 erwarb Ulysses von Salis, der als Maréchal de camp in französischen Kriegsdiensten zu Reichtum gekommen war, die verwahrloste Anlage und baute sie zum neuzeitlichen Schloss aus. Die lokale Linie der Familie nannte sich seither von Salis-Marschlins.

Von 1775 bis 1777 beherbergte das Schloss das von Ulysses von Salis-Marschlins gegründete Philanthropinum, nach dem Philanthropinum Dessau die zweite reformpädagogische Anstalt ihrer Art, die den Ideen Johann Bernhard Basedows folgte; das ehrgeizige Projekt scheiterte bereits im Februar 1777 an mangelnder Finanzierung. Eine umfassende Renovation erfolgte 1905 durch Eugen Probst, den Gründer des Schweizerischen Burgenvereins. Das Schloss befindet sich bis heute in Privatbesitz.

  1. um 1250 Bischöfliche Gründung als Wasserschloss durch den Bischof von Chur
  2. 1324 Erste schriftliche Erwähnung als «castrum Marzhenins»
  3. 1354 Als Lehen an die Grafen von Toggenburg
  4. 1460 Brand; Wiederaufbau durch Ulrich von Brandis
  5. um 1635 Ulysses von Salis erwirbt die Burg und baut sie zum Schloss aus
  6. 1775–1777 Reformpädagogisches Philanthropinum unter Ulysses von Salis-Marschlins
  7. 1905 Umfassende Renovation durch Eugen Probst
Von der Vermessung zum Modell

Dieses Modell von Marschlins ist per Drohnenscan entstanden. Dasselbe machen wir für Ihr Bauwerk – von der Vermessung bis zum gedruckten Modell.