Ruine Campell

Ruine
Campell

Ruine Campell Luftaufnahme 1 links
Ruine Campell Luftaufnahme 1 rechts
Ruine Campell Luftaufnahme 2 links
Ruine Campell Luftaufnahme 2 rechts
Ruine Campell Luftaufnahme 3 links
Ruine Campell Luftaufnahme 3 rechts
Ruine Campell Luftaufnahme 4 links
Ruine Campell Luftaufnahme 4 rechts
TRULLI Ruine Campell trulli.ch

Hoch über der Albula, am Ausgang der Schinschlucht bei Sils im Domleschg, erhebt sich die Ruine Campell auf einem Felsvorsprung.

Anreise mit Google Maps

Der rätoromanische Name «camp bel» der Ruine Campell bedeutet «schönes Feld» und verweist auf das einst hier gelegene Burggut. Der markante Bergfried wurde vermutlich um 1200 auf Rodungsland errichtet; die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1289, als «Egeno de Campell» in einem bischöflichen Einkünfteverzeichnis genannt wird.

Nach dem Aussterben oder Wegzug der Herren von Campell im späten 14. Jahrhundert gelangte die Vesti in den Besitz des Bischofs von Chur und wurde 1418 an die Familie Schauenstein-Ehrenfels verliehen. Später kam die Anlage an das Geschlecht von Salis, das die einstige Wehrburg im 16. und 17. Jahrhundert zu einem repräsentativen Wohnschloss ausbaute. Diese letzten grossen Umbauten prägen bis heute das Erscheinungsbild der Ruine, während der sechsgeschossige Bergfried sein mittelalterliches Gepräge bewahrte. Eine bauhistorische Untersuchung ergab fünf Bauphasen – vom Wohnturm des 13. Jahrhunderts bis zur Schlossanlage von 1635.

Über weitere private Hände gelangte die verfallende Burg schliesslich an die Familie Campell, die sie 1987 der eigens gegründeten Stiftung Ruine Campell/Campi übergab. Nach baugeschichtlichen Untersuchungen wurde das Mauerwerk in den 1990er-Jahren konserviert. Als Baudenkmal von nationaler Bedeutung steht die Anlage unter dem Schutz der Schweizerischen Eidgenossenschaft und ist seit 2001 wieder öffentlich zugänglich.

  1. um 1200 Errichtung des Bergfrieds auf Rodungsland hoch über der Albula
  2. 1289 Erste urkundliche Erwähnung: Egeno de Campell im bischöflichen Urbar
  3. spätes 14. Jh. Die Herren von Campell sterben aus oder ziehen fort
  4. 1418 Der Bischof von Chur verleiht die Burg an die Schauenstein-Ehrenfels
  5. 16./17. Jh. Umbau der Wehrburg zum Wohnschloss unter den von Salis
  6. 1987 Übergabe an die Stiftung Ruine Campell/Campi, Konservierung und Öffnung ab 2001
Von der Vermessung zum Modell

Dieses Modell von Campell ist per Drohnenscan entstanden. Dasselbe machen wir für Ihr Bauwerk – von der Vermessung bis zum gedruckten Modell.