Burg Ortenstein
Auf einem steil zum Domleschg abfallenden Felssporn über Tomils erhebt sich mit Schloss Ortenstein die grösste Burganlage im «Tal der Burgen».
Der wuchtige Bergfried entstand vermutlich im 13. Jahrhundert auf bischöflichem Boden und bildet den ältesten Kern der Anlage. Urkundlich fassbar wird die Burg erstmals 1309 und 1312, als der letzte Freiherr Donat von Vaz hier Urkunden ausstellte. Nach seinem Tod gelangte Ortenstein 1338 über die Heirat seiner Erbin Ursula von Vaz an die Grafen von Werdenberg-Sargans, die es als bischöfliches Lehen hielten und häufig hier residierten.
Während der Schamserfehde wurde die Anlage 1451 zerstört; ein Schiedsspruch von 1452 gestattete den Wiederaufbau, verbot jedoch eine erneute militärische Nutzung. In den folgenden Jahrzehnten wechselte die Burg mehrfach den Besitzer und wurde verpfändet, ehe sie im 16. Jahrhundert an die Familie Travers kam. Diese liess Ortenstein zwischen 1720 und 1740 tiefgreifend umgestalten und zum herrschaftlichen Wohnschloss ausbauen.
Nach wirtschaftlichem Niedergang und mehreren Handänderungen im 19. Jahrhundert – unter anderem an Pater Theodosius Florentini und den Historiker Wolfgang von Juvalta – ging Schloss Ortenstein 1893 an die Familie von Tscharner über. Bis heute befindet es sich in privatem Besitz und ist bewohnt; das Innere ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich, doch lässt sich die Anlage vom Burgenweg Domleschg aus bewundern.
- um 1250/1270 Errichtung des Bergfrieds auf bischöflichem Boden
- 1309–1312 Erste urkundliche Erwähnung unter Donat von Vaz
- 1338 Über Ursula von Vaz an die Grafen von Werdenberg-Sargans
- 1451 Zerstörung in der Schamserfehde
- 1452 Schiedsspruch erlaubt den Wiederaufbau
- 1720–1740 Umfassender Umbau unter der Familie Travers
- 1893 Übergang an die Familie von Tscharner
Quellen: Wikipedia
Dieses Modell von Ortenstein ist per Drohnenscan entstanden. Dasselbe machen wir für Ihr Bauwerk – von der Vermessung bis zum gedruckten Modell.