Burg Gutenberg
Die Burg Gutenberg erhebt sich auf einem rund 70 Meter hohen, allseitig freistehenden Felshügel im Zentrum von Balzers, der südlichsten Gemeinde des Fürstentums Liechtenstein.
Der Burghügel ist bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt; Funde wie ein Keramikgefäss der Rössener Kultur (um 4400 v. Chr.) sowie spätere Zeugnisse aus Bronze- und Eisenzeit belegen die lange Nutzung des Platzes. Der älteste Teil der mittelalterlichen Burg, die Ringmauer, entstand im 12. Jahrhundert.
Namensgebend war das 1296 erstmals urkundlich erwähnte Geschlecht derer von Gutenberg; im Spätmittelalter residierten hier die Herren von Frauenberg. 1314 gelangte die Burg an die Habsburger und diente fortan als Grenzstützpunkt. In der Folge wurde sie mehrfach verpfändet und über nahezu drei Jahrhunderte von der Familie von Ramschwag verwaltet. Nach dem Wegzug der Vögte verfiel die Anlage; 1824 erwarb die Gemeinde Balzers die Ruine, 1854 ging sie an Fürstin Franziska von Liechtenstein über.
Zwischen 1905 und 1912 baute der Vaduzer Maler, Bildhauer und Architekt Egon Rheinberger die stark beschädigte Burg im Sinne der Burgenromantik wieder auf und ergänzte sie unter anderem um eine Kapelle. Nach mehreren Besitzerwechseln kam die Anlage 1979 durch Kauf in den Besitz des Landes Liechtenstein. Gutenberg zählt zu den fünf Burgen des Fürstentums und ist eine von zwei bis heute erhaltenen Anlagen; sie ist der Öffentlichkeit zugänglich und wird seit 2001 regelmässig für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
- um 4400 v. Chr. Jungsteinzeitliche Besiedlung des Burghügels
- 12. Jh. Bau der Ringmauer, ältester Teil der Burg
- 1296 Erste urkundliche Erwähnung derer von Gutenberg
- 1314 Übergang an die Habsburger
- 1824 Gemeinde Balzers erwirbt die Ruine
- 1905–1912 Wiederaufbau durch Egon Rheinberger
- 1979 Ankauf durch das Land Liechtenstein
Dieses Modell von Gutenberg ist per Drohnenscan entstanden. Dasselbe machen wir für Ihr Bauwerk – von der Vermessung bis zum gedruckten Modell.